Karte einblenden
[ 09.09.2009 ]

Knödelfest in Sterzing und St. Johann

Beiderseits des Brenners wird dieser Tage einer Leibspeise der Tiroler gehuldigt: dem Knödel. Ursprünglich ein Arme-Leute-Essen hat der Knödel längst Kult- und Gourmet-Status erlangt.

Sowohl in Sterzing am 13.9. als auch in St. Johann am 19.9. finden deshalb große Knödelfeste zu Ehren dieser vielseitigen und wandlungsfähigen Spezialität statt.

In Sterzing wird für diesen Anlass eine 300 m lange Tischreihe in der Altstadt und am Stadtplatz aufgestellt. 30 verschiedene Knödelarten servieren die Sterzinger Wirte und Köche: von traditionellen Speckknödeln bis zu flaumigen Serviettenknödeln können die fantasievollsten Knödelvariationen probiert werden. Selbstverständlich gibt es auch ein reiches musikalisches Rahmenprogramm mit Kapellen und Musikanten aus ganz Südtirol. Außerdem findet ein großer Knödelwettbewerb statt, bei dem die schnellsten Sterzinger „Knödldrahner“ gesucht werden: Wer schafft es wohl, in drei Minuten die meisten (perfekten!) Knödel zu machen?

Auch in St. Johann zu Füßen des Kaisergebirges zieht sich der Knödeltisch durch die gesamte Altstadt, angeblich ist es sogar der längste der Welt! 18 Wirte werden hier rund 22.000 Knödel kochen, mindestens 23 verschiedene Sorten stehen am Speiseplan. Das Knödelfest in St. Johann ist gleichzeitig Auftakt zu den bunten Almabtrieben in den Kitzbüheler Alpen, und selbstverständlich gibt es auch hier viel Musik und Tanz.

Semmelwürfel, fein geriebene Kartoffel, Eier, ‚Salz, Pfeffer, eine Prise Muskat, ein wenig Milch, Majoran und viel frische Kräuter – das ist das seit Jahrhunderten praktisch unveränderte Grundrezept für die klassischen Tiroler Knödel. Dazu kommt Speck für die traditionellen Speckknödel bzw. Käse für die Kas- oder Fastenknödel. Für unzählige weitere Varianten, wie Pilz- oder Spinatknödeln, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Außerdem gibt es Knödel aus Erdäpfel- Topfen- oder Germteig, jeweils mit oder ohne Fülle. Diese Vielfalt hat ihren Grund auch in den Ursprüngen des Knödels, denn am Bauernhof nahm man als Zutaten, was eben grade da war. Besonders beliebt sind natürlich auch die zahlreichen süßen Knödel, wie Marillen-, Zwetschgen- oder Germknödel. Mindestens so wichtig wie die Zutaten ist aber natürlich das richtige „Händchen“ beim Formen, damit die Knödel auch wirklich schön rund und flaumig werden. Gefühl und etwas Übung gehören zum Knödelmachen dazu. Fürs Essen genügen zum Glück Enthusiasmus und ein gesunder Appetit!

Auch interessant

Urlaubsangebote
Die besten Tipps
Facebook
Facebook
Hotels
Information
Genießen
Auch interessant
Tiroler Tipps
Diese Seite speichert Cookies und stellt Verbindungen zu Drittservern her. Mehr erfahren OK