Zwischen dichten Wäldern und weitläufigen Almwiesen liegt das Val d’Ultimo oder Ultental, ein 40 Kilometer langes Tal, in dem man sich im Frühling auf hellgrüne Wiesen, blühende Obstbäume und den Duft frischer Erde freuen darf. Wanderwege schlängeln sich durch eine Landschaft, in der Bauernhöfe und kleine Almdörfer noch weitgehend unentdeckt sind. Radfahrer, Genusswanderer und Kulturinteressierte schätzen hier vor allem die Mischung aus Natur und gelebter Tradition.
Antholzer Tal – Grün trifft Gipfel
Weiter östlich, im Schatten der Rieserfernergruppe, öffnet sich das Antholzer Tal, eine stille, naturbelassene Oase. Der Frühling lässt die Täler in sattem Grün erstrahlen, bevor die Gipfel noch lange von Schnee bedeckt sind, und macht die Region perfekt für Wanderer und Naturfotografen, die dem Puls der Alpenlandschaft folgen wollen. Hier findet man neben stillen Spazierwegen auch kleine Seen und traditionelle Bergdörfer, die im Frühling mit ihrem ursprünglichen Charme begeistern.
Val Sarentino – Alpine Ruhe und blühende Almwiesen
Ideal für Tagesausflüge ist auch das Val Sarentino oder Sarntal, in dem sich Dolomitenblick und ländliche Idylle vereinen. Wanderer schätzen die abwechslungsreichen Wege durch lichten Wald, über blühende Wiesen und entlang kleiner Bergbäche, hier lassen sich Naturerlebnisse und ruhige Rückzugsorte perfekt verbinden.
Besonders reizvoll ist das Sarntal für Genießer:innen von Regionalprodukten: Bauernhöfe bieten frische Milch, Käse und Kräuter, die man direkt vor Ort probieren kann. Kleine Gasthäuser und gemütliche Almen laden zu einer Rast ein, während die Frühlingssonne die Berge in sanftes Licht taucht – ein Geheimtipp für alle, die Südtirol abseits des Trubels entdecken wollen.
Festenstein und Reifenstein – Burgruinen im Frühlingslicht
Südtirol verfügt über eine Vielzahl an Burgruinen, doch manche sind echte „Hidden Gems“, die weit weniger besucht werden als andere. Zwei davon stechen besonders im Frühling heraus: Burg Festenstein oberhalb des Dorfes Andrian thront majestätisch über schroffen Felsen und ist ein herrlicher Aussichtspunkt für alle, die gern ein bisschen Geschichte mit Wandergefühl verbinden, bzw. die Burg Reifenstein im Eisacktal, deren mittelalterliche Mauern und detailreiche Innenräume mit gotischen Stuben eine Zeitreise ins frühe Mittelalter ermöglichen.
Rastenbachklamm und Montiggler Seen – Wasserwelt im Frühling
Wo Wasser den Fels formt, entsteht Magie: Die Rastenbachklamm, eine wilde, schattige Schlucht zwischen Altenburg und dem Kalterer See, ist ein Erlebnis für sich. Holzstege, rauschende Kaskaden und moosbedeckte Felsen machen sie zu einem atmosphärischen Frühlingsziel, wenn die Luft noch kühl, aber schon frisch ist. Ganz anders, aber ebenso bezaubernd, liegen die Montiggler Seen – zwei stille Gewässer im Wald, die morgens oft vom Nebel umhüllt sind und wie aus einem Gemälde wirken.
Vinschger Radweg – Apfelblütenstraße für Pedalritter
Frühling ist nicht nur Wanderzeit, sondern Blütezeit. Der Vinschger Radweg führt über viele Kilometer durch Felder, Obstgärten und entlang des Apfelblütenmeers, das im April und Mai zu einem der schönsten Naturspektakel Südtirols wird. Ob mit dem E-Bike oder klassisch in die Pedale tretend: Diese Route verbindet naturhafte Erlebnisse mit kulturellen Stopps an Burgen, in Dörfern und Weinorten – und das ganz ohne Gedränge.




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