9.4. – 30.4.2011 Alljährlicher Fixpunkt im Veranstaltungskalender zur Osterzeit sind die Sterzinger Osterspiele. Zum 26. Mal gehen sie heuer über die Bühne und warten wieder mit einer Reihe hochklassiger Musik- und Theateraufführungen auf. Die Sterzinger Osterspiele knüpfen an die große kulturelle Tradition der Fuggerstadt an und setzen diese mit zeitgemäßen Mitteln fort. Besonders das Eigenständige und Regionaltypische, wie etwa die vielen Theater-Eigenproduktionen oder Ausstellungen heimischer Künstler, steht dabei im Mittelpunkt, aber auch die Vermittlung von Kultur und aktuellem Gedankengut abseits des Mainstreams. Veranstalter ist das Vigil Raber Kuratorium der Stadt Sterzing, benannt nach dem Sterzinger Universalkünstler der Frührenaissance, Vigil Raber, der als Maler, Dichter und Theatermacher von überregionaler Bedeutung war. 2011 stehen die Sterzinger Osterspiele unter dem Motto „Liebestraum“. Eine Vielzahl von interessanten Variationen dieses Themas steht dabei auf dem Programm. Ein zentraler Punkt ist die Ausstellung der Südtiroler Künstlerin Rita M. Wassermann in der Rathausgalerie. Die Ausstellung ist während der gesamten Dauer des Festivals von 9. bis 30. April zu sehen. Zwei Theaterstücke von Vigil Raber gehören ebenfalls zu den Highlights der Festspiele: das „Aristotelesspiel“ und das „Ehescheidungsspiel“, die beide von Germanistik-Studenten der Universität Innsbruck dargeboten werden. Mit „Aschenputtel“, einer Produktion des Cocomoco Theaters Köln, steht auch ein Musical für Kinder am Programm. Schließlich präsentiert das Vigil Raber-Ensemble auch noch George Bernard Shaws „Helden“ im Stadttheater Sterzing. Am Eröffnungstag der Osterspiele gibt es ein Konzert der Südtiroler Folkgruppe Titlà, die ein buntes Programm mit Liedern im Pustertaler Dialekt gepaart mit irischen, keltischen, jiddischen und tirolerischen Klängen präsentiert. Bereits Tradition hat das Osterkonzert der Bürgerkapelle Sterzing am Ostersonntag. Der Kapellmeister der Bürgerkapelle, Roland Fidler, feiert dabei sein 10-jähriges Jubiläum. Am Ostermontag wird Peter Jan Marthés „erdwärtsmesse“ in der Pfarrkirche Maria im Moos aufgeführt. Abschließender Höhepunkt der heurigen Osterspiele ist am 30. April ein Abend mit Gaetano Donizettis Oper „Der Liebestrank“ in einer Produktion des L.E.O., des „Letzten Erfreulichen Operntheaters“ aus Wien. Die Inszenierung ist besonders leichtfüßig und unterhaltsam, und auch das werte Publikum wird einbezogen und muss bei den Chorstellen mitwirken!