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Unterwegs auf den schnellen Verbindungen nach Südtirol - Autobahngebühren - Strafen

  • Autobahngebühren - Strafen

Gerne verlässt man sich im Urlaub auf den Komfort des eigenen Autos. Zuhause steht es vor der Türe und schluckt geduldig alle Gepäckstücke, die man mitnehmen möchte. Sorge um genau getimte Abfahrtszeiten kommt gar nicht erst auf – man ist Herr oder Frau über den eigenen Fahrplan und kann eigenmächtig Rastpausen einlegen.

Wann man will, wo man will, wie lange man will. Doch bei all der Unbeschwertheit gibt es doch auch etwas sehr Grundlegendes zu beachten: Der Weg wartet mit zusätzlichen Kosten auf, denn Autobahnen sind in Südtirol ausnahmslos mautpflichtig.

Ticket to ride

 An der Autobahnauffahrt kann man sie bereits von Weitem erkennen – die Mautstationen, an denen sich zu Stoßzeiten kleinere bis größere brummende Schlangen bilden.
Die Mautgebühr in Südtirol ist kilometerabhängig. Soll heißen – je länger die Strecke, desto länger die Zahl, die letztendlich auf der Rechnung steht. Bei der Auffahrt auf die Autobahn ziehen Sie also ein Ticket (meist steht dafür ein Gerät mit einer roten Taste bereit) und bewahren Sie dieses unbedingt sorgfältig auf. Denn bei der Abfahrt gilt es, dieses Ticket wieder vorzuweisen, weil es verrät, wie lange Sie auf der mautpflichtigen Strecke unterwegs waren. Geht das Ticket einmal verloren oder können Sie es nicht mehr vorweisen, wird eine Strafgebühr fällig. Zusätzlich müssen Sie dann auch die Streckengebühr von der am weitesten entfernten Auffahrt zahlen.

Gezahlt wird entweder bar, mit Kreditkarte oder mit der „VIAcard“, einer Prepaid-Card im Scheckkartenformat, die Sie vor der Reise entsprechend aufladen können. Mit dem „Telepass“ von tolltickets fahren sie überdies bargeldlos am Stau vorbei – eine mitgeführte On-Board-Unit übermittelt Ihre Auffahrts- und Abfahrtsdaten, der entsprechende Betrag wird von Ihrem Bankkonto oder Ihrer Kreditkarte abgebucht. So ersparen Sie sich das Warten an den Mautstationen, da Sie die speziellen automatisierten Abfertigungsfahrspuren verwenden. 
 

Gesonderte Mautstrecken

 Neben der kilometerbezogenen Maut gibt es allerdings auch Strecken, die eine gesonderte Mautgebühr verlangen:
 
Die Brennerautobahn (A13) war eine der ersten Gebirgsautobahnen der Welt und schlängelt sich sowohl durch Österreich als auch durch Italien. In Österreich kostet eine Einzelfahrt auf der Brenner-Autobahn den Reisenden eine Streckengebühr von 9 EUR. Wer öfter im Jahr diesen Weg wählt, kann mit einer Jahreskarte um 100 EUR günstiger wegkommen. Für den österreichischen Teil der Brenner-Autobahn brauchen Sie übrigens nicht die ansonsten verpflichtende Autobahnvignette – die Gebühr wird hier gesondert eingehoben. Allerdings sollten Sie auf die Anschlussstrecken weiterer Autobahnen achten, denn hier ist wieder die allgemeine Vignette erforderlich.
In Italien hängt die Höhe der Mautgebühr allerdings von den zurückgelegten Kilometern ab. Ihre Gebühr für die geplante Strecke können Sie hier im Voraus berechnen.
 
Für die Hochalpenstraße des Stilfser Jochs ist seit langem schon eine Mautgebühr in Diskussion. Der Abschnitt zwischen dem Ortsende von Trafoi und eben dem Stilfser Joch sollte sich mit 10 EUR (PKW und Motorrad) zu Buche schlagen. Allerdings wurde die Einführung im letzten Moment auf Eis gelegt. In den vergangenen Jahren wurde keine Maut erhoben. Vom Tisch ist der Plan damit jedoch noch nicht.
 
Das Timmelsjoch  zählt zu den Straßen, die eine Benutzungsgebühr voraussetzen. Für PKWs kostet die einfache Strecke 14 EUR. Hin/Retour kommt auf 18 EUR und eine Saisonkarte ist um 60 EUR zu haben.
60 EUR kostet auch die Saisonkarte für Motorräder, während die Einfachfahrt auf 12 EUR kommt und für Hin/Retour 14 EUR zu bezahlen sind.
Tarife
 

Geschwindigkeitsbeschränkungen, Autobahnverbote und generelle Bußgelder

Folgende erlaubte Höchstgeschwindigkeiten gelten für Fahrer von Kraftfahrzeugen in Südtirol:
Ortsgebiet: 50 km/h
Freiland: 90 km/h
Schnellstraße: 110 km/h
Autobahn: 130 km/h

Die Brennerautobahn nimmt hier mit einer Beschränkung auf 110 km/h allerdings eine Ausnahmestellung ein.
Bei Regen und Schneefall gelten zudem andere Bestimmungen: 110 km/h auf der Autobahn und 90 km/h auf Schnellstraßen. Auch Führerscheinneulinge und Personen unter 21 Jahren müssen sich an Sonderregelungen halten – Autobahn: 100 km/h, Schnellstraße: 90 km/h.
Anhänger dürfen auf Autobahnen nicht schneller als 80 km/h gezogen werden und müssen eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Heck aufweisen.
Darüber hinaus ist Motorrädern mit weniger als 150 ccm die Auffahrt auf die Autobahn nicht gestattet.
 
Geschwindigkeitsübertretungen kommen Sie in Italien besonders teuer. Wer 20 km/h zu schnell fährt, wird mit einem Bußgeld ab 170 EUR gestraft, bei einer Überschreitung von mehr als 50 km/h muss man mit mindestens 500 EUR rechnen.
 
In Italien herrscht eine 0,5-Promille-Grenze. Ein Verstoß kommt auch in diesem Fall sehr teuer – nämlich mit einer Mindeststrafe ab 500 EUR. Zwischen 22:00 Uhr und 07:00 Uhr sind Strafen zudem generell um ein Drittel höher angesetzt. Bei mehr als 1,5 Promille besteht die Möglichkeit, dass das Fahrzeug eingezogen wird.
Führerscheinneulinge
, die noch keine drei Jahre im Besitz ihrer Lenkberechtigung sind,  dürfen nicht einmal kurz an einem Glas nippen – bei Ihnen gelten 0,0 Promille.
 
Telefonieren hinterm Steuer ist einzig und allein mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Strafen ab 150 EUR wären die Folge bei einer Verletzung dieser Bestimmung.
 
Außerhalb des Ortsgebiets müssen alle Kraftfahrzeuge auch tagsüber mit Licht fahren. Bei Verstoß wartet eine Strafe ab 35 EUR.
 
Wie Sie sehen können, nimmt man es hier sehr ernst mit dem Gesetz und ein Regelverstoß kann schon mal einen sehr großen Teil der Urlaubskasse in Anspruch nehmen. Also besser keine Nebenkosten riskieren und einmal später ankommen – im Urlaub hat die Uhr ohnehin nur eine ganz kleine Nebenrolle.
 
 
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