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Stiftskirche von Innichen, ein Baudenkmal der Romanik

  • Innichen Romanische Stiftskirche in Innichen (12. Jhdt.)
  • Stiftskirche Innichen Innenschiff mit der viel verehrten Kreuzigungsgruppe (erbaut um 1.250)

Die Stiftskirche von Innichen Baudenkmal der Romanik . Wir schreiben das Jahr 769: Dem bayerischen Herzog Tassilo III. – ein Vetter Karls des Großen – war es nach langen und erbitterten Kämpfen gelungen, die im Pustertal einfallenden Slawenstämme zu unterwerfen...

Zur Sicherung seiner Herrschaft ließ er bayerische Bauern ansiedeln und übergab dem Abt Atto von Scharnitz das Gebiet von Innichen mit dem Auftrag, dort ein Kloster zu errichten. Vorrangige Aufgabe war die Missionierung der heidnischen Slawen im gesamten oberen Drautal.

Dieses Benediktinerkloster zum Hl. Candidus wurde rasch zum kulturellen Zentrum der gesamten Region. Im Jahr 1143 wurde es in ein Kollegiatsstift umgewandelt, und zu dieser Zeit begann man auch mit dem Bau einer neuen Stiftskirche. Der Bau erfolgte in mehreren Phasen bis etwa 1250, der Turm wurde 1326 noch aufgestockt, die Vorhalle um 1415 angefügt.

Die Stiftskirche von Innichen gilt als einer der bedeutendsten romanischen Sakralbauten im Ostalpenraum. Sie entstand unter Mitwirkung lombardischer Baumeister und erinnert an die Festungsbauten der Kreuzfahrer zur Stauferzeit. Der Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes. Wegen ihrer schlichten, auf das Wesentliche reduzierten Eleganz trägt sie auch den Beinamen „Dom von Innichen“.

V.a. im Kircheninneren finden sich einige wertvolle und hoch interessante Kunstschätze. Gleich ins Auge sticht das mächtige Kruzifix im Altarraum: Der 2,20 m hohe und gekrönte „Große Herrgott von Innichen“ ist zusammen mit den Assistenzfiguren Maria und Johannes um 1220 von einheimischen Künstlern geschaffen worden.

Von ganz besonderem Interesse sind die Fresken in der polygonalen Kuppel. Sie zeigen Szenen aus der Schöpfungsgeschichte und werden auf etwa 1285 datiert. Die Darstellungen beginnen bei der Erschaffung der Gestirne und der Trennung von Licht und Finsternis. Es folgen die Trennung des Himmels von der Erde sowie die Trennung der Erde von den Gewässern. Sehr realistisch und detailliert sind die Erschaffung der Vögel und der Fische sowie der Erschaffung der Irdischen Tiere. Daran anschließend folgen die Geburt Adams und die Evas und schließlich die Vertreibung aus dem Paradies. Diese Szene ist ausgesprochen ausdrucksstark und mit großem Affekt gezeichnet.

Weitere „Highlights“ sind die stimmungsvolle Krypta und das romanische Südportal mit einem Christus-Relief und Fresken, die vermutlich von Michael Pacher stammen und die Kirchenpatrone Candidus und Korbinian zeigen. Die wunderschöne Orgel auf der Empore stammt aus dem 17. Jahrhundert und besitzt noch das Original-Gehäuse. Auch der Friedhof und die gleich nebenan befindliche Pfarrkirche St. Michael sind sehenswert.

Geöffnet ist die Stiftskirche täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr; während der Sommermonate finden wöchentlich Führungen statt.

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