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Autobahngebühren und Strafen - Schnell unterwegs in Tirol

  • Autobahngebühren und Strafen

Eine Anreise mit dem eigenen Auto bringt einiges an Komfort mit sich. Man erspart sich die Wartezeiten und das Umsteigen, braucht beim Einpacken nicht so sehr auf das Gewicht achten, wie wenn man alles selber tragen müsste und hat natürlich über allem die Freiheit, die Route ganz nach den eigenen Bedürfnissen zu planen.

Damit der Grenzübertritt aber nicht gleich mit einer unangenehmen Begrüßung startet, ist es wichtig zu wissen, dass in ganz Österreich die Benutzung von Autobahnen und beinahe allen Schnellstraßen kostenpflichtig ist. So auch in Tirol. Diese Pflicht gilt bereits ab der Staatsgrenze und nicht erst mit der 

Zuerst kleben, dann fahren

Der Schlüssel in die rasante Welt der Autobahnen ist ein Aufkleber, der an den meisten Tankstellen und Trafiken erhältlich ist (auch bei grenznahen Tankstellen und Autofahrerclubs im Ausland) – die so genannte Autobahnvignette.
 
Die Kosten belaufen sich in folgendem Rahmen:
10 Tage: 8,70 EUR (PKW), 5 EUR (Motorrad)
2 Monate: 25,30 EUR (PKW), 12,70 (Motorrad)
1 Jahr: 84,40 EUR (PKW), 33,60 EUR (Motorrad)
Da die Gültigkeit der 10-Tages-Vignetten und der 2-Monats-Vignetten per Hand eingestanzt wird, sollten Sie beim Kauf sofort kontrollieren ob das korrekte Datum markiert wurde.
Bewahren Sie den unteren Abschnitt der Vignette sorgfältig auf – im Fall eines Scheibentausches, kann durch die übereinstimmende Seriennummer Ersatz geleistet werden.
 
Was die Anbringung der Vignette betrifft, gibt es ein paar Regeln zu beachten. Aufgeklebt wird sie auf der Windschutzscheibe – entweder am linken Rand oder hinter dem Innenrückspiegel. Auf keinen Fall darf sie auf einer Seitenscheibe oder einem Tönungsstreifen angebracht werden.
Außerdem dürfen nicht mehr als zwei österreichische Vignetten gleichzeitig auf der Scheibe kleben. Nach Ende der Gültigkeit ist also schaben angesagt.
Bei Motorrädern müssen Sie die Plakette an einem sichtbaren, nicht entfernbaren – oder nur schwer entfernbaren – Teil anbringen.
Vignetten sind fahrzeugbezogen – bei einem Wechselkennzeichen braucht also dennoch jedes Fahrzeug eine eigene. Anhänger und Wohnwagen sind übrigens nicht vignettenpflichtig – allein das Zugfahrzeug benötigt eine.
Bei fehlender Vignette oder Manipulation droht ein Strafrahmen von 300 bis 3.000 EUR.
Genauere Informationen beziehen Sie über die Website der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG).
 

Zusätzliche Arten des Road Pricings

Neben den Autobahnen und Schnellstraßen gibt es in Österreich noch weitere Formen des Road Pricings – die Maut und die Sondermaut.
 
Die Brenner-Autobahn (A13) ist eine Sondermautstrecke. Sie kann deswegen auch ohne die generell-gültige Autobahnvignette befahren werden, da eine Mautgebühr separat zu bezahlen ist. Aber Vorsicht – auf der anschließenden A12 gilt wieder Vignettenpflicht!
Auf der Brenner-Autobahn kostet eine Einzelfahrt 9 EUR. Eine Jahreskarte schlägt sich mit 100 EUR zu Buche. Haben Sie allerdings eine Vignette angebracht, vermindert sich der Jahrespreis auf 60 EUR.
Tarife
 
Die zweite Sondermautstelle in Tirol ist die Arlberg-Schnellstraße (S16), die durch den Arlbergtunnel führt. Hier kostet eine Einzelfahrt 9,50 EUR, während eine Jahreskarte ebenfalls auf 100 EUR kommt (mit Vignetten-Ermäßigung 60 EUR).
Tarife
 
Wenn Sie außerdem folgende Straßen passieren möchten, fallen ebenfalls Mautgebühren an:
 
Die Felbertauern-Mautstraße (P1), die von Mittersill nach Matrei durch den Felbertauerntunnel führt.
Einmaliges Passieren kostet 10 EUR. Die Jahreskarte ist um 95 EUR erhältlich.
Darüber hinaus gibt es den 1-Tages-Mautpass, der als „Bonuskarte” vertrieben wird und für 15 EUR zu haben ist. Damit dürfen Sie die Strecke an einem Tag beliebig oft passieren.
Die Preise für PKW und Motorrad unterscheiden sich nicht voneinander.
Tarife
 
Fahren auf der Silvretta Hochalpenstraße (L188/B188) kostet 15 EUR für PKWs und 12 EUR für Motorräder.
Tarife
 
Die Ötztal-Straße (B186) führt über das Timmelsjoch, einem Grenzpass zwischen Österreich und Italien.
PKW-Fahrer zahlen für die einfache Fahrt 14 EUR. Hin/Retour kommt auf 18 EUR, während die  Saisonkarte um 60 EUR zu haben ist.
Biker kommen bei der einfachen Fahrt auf 12 EUR. Hin/Retour kostet 14 EUR, während die Saisonkarte sich ebenfalls mit 60 EUR zu Buche schlägt.
Tarife
 

Bußgelder, mit denen Sie in Österreich rechnen müssen

Grenzenloses Rasen ist auf österreichischen Straßen jedoch nicht erlaubt. Achten Sie auf die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten:
Ortsgebiet: 50 km/h
Freilandstraße und Autostraße: 100 km/h
Autobahn: 130 km/h

Wenn Sie mit einem Anhänger auf Freilandstraßen und Autobahnen unterwegs sind, verringert sich die Höchstgeschwindigkeit entsprechend dem Gewicht des Anhängers. Die 50 km/h im Ortsgebiet hingegen, bleiben gleich.
 
Wer zu schnell unterwegs ist und von einem Kontrollorgan oder einer Kontrolleinrichtung (Polizist, Radar-Box, Überkopf-Messstellen) erwischt wird, hat mit folgenden Strafen zu rechnen:
Das genaue Ausmaß der Strafe hängt immer von den Umständen ab. Richtwertmäßig kann aber von folgenden Beträgen ausgegangen werden:
Bis 20km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit: zwischen 30 und 50 EUR.
20 bis 30 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit: zwischen 50 und 70 EUR.
30 bis 40 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit: zwischen 70 und 90 EUR.
 
In Österreich gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille. Wer diese leicht übertritt, bekommt eine Vormerkung im Führerscheinregister. Grundsätzlich erfolgt die Einleitung eines ordentlichen Verwaltungsstrafverfahren. Wer 0,8 Promille übertrifft, verliert seinen Führerschein, muss eine Geldstrafe zahlen, die etwa bei 800 EUR beginnt und bis in den Bereich mehrerer tausend EUR gehen kann. Auch eine Nachschulung wird angeordnet.
Wer ohne Fahrzeug-Zulassungsschein unterwegs ist, zahlt 20 EUR Strafe. Wenn der Führerschein nicht dabei ist, werden 30 EUR fällig.
Unterlassung der Bildung einer Rettungsgasse kommt auf 50 EUR.
Wer beim Fahren ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, muss seine Geldbörse um 50 EUR erleichtern. Doch auch das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung ist keine Garantie für Straffreiheit. Schließlich sind gesetzlich alle Nebentätigkeiten verboten, die den Fahrer aus der Konzentration bringen und Fehler verursachen – das schließt telefonieren nicht völlig aus. Lassen Sie das Telefon also am besten klingeln und lauschen Sie stattdessen dem Schnurren des Motors, genießen Sie die Natur, die wie ein Film vorbeizieht – denn immerhin befinden Sie sich im Urlaub!
 
 
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