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Autofahren im Winter - Den Schneekönig im Rückspiegel

  • Autofahren im Winter

Winter ist die Zeit des Skifahrens, Snowboardens, Langlaufens und Rodelns. Tirol und Südtirol spielen hier ihre besten Karten aus.

Was diese Sportarten auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Man nutzt die rutschende Wirkung auf dem Schnee.
Was hier aber gewollt ist, wünscht man sich beim Autofahren jedoch eher nicht. Und auch vor Antritt der Fahrt gilt es einiges zu beachten. Wir sagen Ihnen, was das wäre.

Kehren und putzen für die Sicherheit 

Es ist ein schöner Anblick, wenn die weißen Flocken langsam zu Boden gleiten und die Landschaft in eine idyllische Schneedecke hüllen. Diese Decke macht sich optisch auch auf Autos gut – solange man nicht wegfahren muss. Kommen Sie nicht darum hinweg, sollten Sie stets das gesamte Fahrzeug vom Schnee befreien – Dach inklusive, denn bei einer Bremsung kann die Schneehaube plötzlich auf Ihrer Windschutzscheibe landen.
 
Schütten Sie auch kein heißes Wasser auf die Scheibe, um sich das Eiskratzen zu ersparen. Der extreme Temperaturunterschied kann dem Glas kräftig zusetzen und es zum Springen bringen.
 
Reinigen Sie regelmäßig Scheinwerfer und Rücklichter, denn Schnee und Matsch können die Leuchtkraft um bis zu 80 Prozent mindern.
 
Ja, es ist kalt. Aber ziehen Sie dennoch die Jacke aus, bevor Sie einsteigen. Anderenfalls wäre die Funktion des Sicherheitsgurtes beeinträchtigt, denn dieser sollte fest am Körper anliegen, um ihn im Notfall auffangen zu können.
 
Vermeiden Sie es, mit beinahe leerem Tank zu fahren. Es kann immer passieren, dass das Auto von der Straße abkommt oder in einen Stau gerät. In diesem Fall ist es gut, wenn Sie sich während der Wartezeit auf den Abschleppwagen oder das ersehnte Weiterkommen von Zeit zu Zeit bei laufender Heizung aufwärmen können.
 
 

Wenn das Auto ins Schlittern gerät

Für die Schneefahrbahn gilt: Fahren Sie langsam an. Sollten die Räder sich einmal durchdrehen, dann bloß keine Panik und einfach runter vom Gas – das Auto findet sich schon wieder zurecht.
Bei Schneelage verlängert sich auch der Bremsweg. Generell gilt, abrupte Bremsmanöver zu vermeiden. Dies gelingt am besten bei vorausschauendem Fahren und größerem Abstand zum Vordermann.
Bei Fahrzeugen ohne ABS sollte es vermieden werden, gleichzeitig zu bremsen und zu lenken. Auf diese Weise geht nur die Lenkwirkung verloren. Sie können sich in diesem Fall jedoch weiterhelfen, wenn Sie abwechselnd bremsen und die Bremse wieder lösen, bremsen und die Bremse wieder lösen, bremsen… Dies ist im Grunde genommen die Wirkung des ABS, die Sie in diesem Fall mit ihrem eigenen Bein auslösen.
 
Achten Sie während der Fahrt auf schattenwerfende Objekte am Fahrbahnrand (etwa Bäume und hohe Häuser), Straßenabschnitte, die nur selten befahren werden, plötzliche Steigungen, Brücken und Senken – hier kann sich schneller gefährliches Glatteis bilden.
Sollten Sie wirklich ins Rutschen kommen, dann bewahren Sie kühlen Kopf, kuppeln Sie aus und versuchen Sie, mit leichten Bewegungen gegenzulenken – nicht zu fest, sondern gefühlvoll und flüssig.
 

Fahrende Riesen-Salzstreuer

Streufahrzeuge können Fluch und Segen zugleich sein. Natürlich schaffen Sie freie Bahn, allerdings ist auch das Streugut sehr aggressiv gegenüber der Autokarosserie, greift den Lack an und sorgt für raschen Korrosionsbefall. Sie sollten ihr Auto deswegen regelmäßig mit viel Wasser abwaschen. Außerdem beeinträchtigt das Streusalz die Bremswirkung, weil es sich auf den Bremsscheiben festsetzt. Bremsen Sie nach Fahrtantritt deswegen ein paar Mal leicht, um es von den Scheiben abzuschleifen.
Es erfordert schon Geduld, sich hinter dem Schneepflug einzureihen. Doch generell sind Sie immer besser daran, Streufahrzeuge nicht zu überholen. Die ungeräumte Straße davor lässt sich selten schneller passieren, zumindest wenn man auf behutsames Fahren Wert legt. Außerdem können Sie während des Überholvorgangs schnell in die Schneewechte geraten, die von dem Räumfahrzeug aufgewirbelt und zur Seite gepfeffert wird.
 
Bei Autobahnabfahrten gilt, die Geschwindigkeit bereits vorher, nämlich auf der geräumten Straße, zu reduzieren. So senken Sie die Gefahr, ins Schleudern zu geraten oder zu spät auf die entsprechend reduzierte Geschwindigkeit zu kommen.
 
So schön der Winter auch ist, jeder Unfall trübt das Urlaubserlebnis ungemein. Deswegen: Vorausschauen und der Sicherheit den Vorzug geben – auch wenn es länger dauert.
 
 
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