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Reisen mit Kindern - Kleine Menschen auf großer Reise

  • Reisen mit Kindern

„Wann sind wir denn endlich da?“ – Wer mit Kindern verreist, wird diese Frage bereits besser kennen, als er vielleicht möchte. Langeweile und fest an einen Sitz geschnallt zu sein, ist für Kinder nicht die ideale Vorstellung eines Urlaubs.

Doch um in Tirol oder Südtirol nicht vom öffentlichen Verkehrsnetz abhängig zu sein und kein Gepäck mitschleppen zu müssen, setzen viele Reisende auf das Auto.

Wir haben ein paar Tipps, wie Sie die nächste Urlaubsfahrt mit Kindern im Auto gut meistern können.
 
Gleich vorweg: Die Zeiten, als Kinder in den Reisepass der Eltern mit eingetragen werden konnten, sind vorbei. Heute benötigt jedes Kind einen eigenen Reisepass. Und das bereits ab 0 Jahren. Die Kleinen müssen sich jedoch nicht die Finger schmutzig machen – bei Kinder-Reisepässen werden keine Fingerabdrücke abgenommen.
 

Pausen und Zwischenstationen mit Spaßfaktor einplanen

Kinder haben einen großen Bewegungsdrang. Deswegen sollten Sie mehrere ausreichend lange Pausen einplanen, damit die Kids frische Luft schnappen, aufs WC gehen und Bewegung machen können. Autofahrerclubs empfehlen, etwa alle zwei Stunden eine Rast einzulegen. Dem kommt zugute, dass viele Autobahn-Raststationen über einen Spielplatz verfügen, an dem sich die Kleinen austoben können, bis sie müde sind.
 
Wenn es möglich ist, sollten Sie vermeiden, zu Stoßzeiten oder an beliebten Reisetagen in den Urlaub zu fahren. Das schont nicht nur Ihre Nerven, sondern ermöglicht eine zügigere Reise, die auch Ihrem Kind wohl tun wird.
 
Auch ist es keine schlechte Idee, die Fahrt so zu planen, dass einzelne Etappen mit interessanten Zwischenzielen aufwarten – wie zum Beispiel einem Tierpark oder einem Freizeitpark für Kinder, einem Badesee fürs Plantsch-Vergnügen oder einer schönen Picknickwiese im Grünen.
 
 

Geborgenheit im Kindersitz

Zum Thema Kindersitz: Kinder unter 1,50 Metern müssen in einem Kindersitz Platz nehmen. Wer diese Größenmarke überschreitet, darf zwar eine neue Freiheit des Sitzens spüren, muss allerdings den normalen Sicherheitsgurt benützen. Der Fahrzeuglenker trägt die Verantwortung, dass mitfahrende Kinder vorschriftsmäßig gesichert sind.
Achten Sie beim Kauf auf das Sicherheitszertifikat und prüfen Sie vor der Reise, ob der Kindersitz korrekt montiert ist. Wenn Sie ihr Kind anschnallen, sollte zwischen Gurt und Oberkörper maximal ein Finger breit Platz sein.
Bei starker Außenhitze sollten Sie den Kindersitz mit einer Decke verhüllen, damit er sich nicht unnötig aufheizt ehe ihr Kind sich hineinsetzt.

Schutz vor Hitze

Denken Sie im Sommer auch daran, die hinteren Fenster mit Sonnenblenden auszustatten und dass Sie Kinder niemals alleine im Auto lassen sollten, wenn die Sonne hinunter brennt. Selbst bei einem Schattenparkplatz unter einem Baum kann aufgrund der Sonnenbewegung nicht davon ausgegangen werden, dass die Strahlen nicht das Auto erreichen und wie einen Backofen aufheizen.
 
Wenn während der Fahrt Langeweile aufkommt, ist das Lesen in Büchern nicht immer für jedes Kind möglich. Anzeichen einer Reisekrankheit machen sich dann schnell bemerkbar, wenn das Kind unnatürlich blass wird. Halten Sie für diesen Fall stets eine Spucktüte bereit, für den Fall, dass die Übelkeit ihr Opfer fordert.
Als Alternative zum Buch haben sich die in letzter Zeit immer beliebter werdenden Hörbücher etabliert. So ist Ihr Kind abgelenkt, ohne sich auf das möglicherweise zu Übelkeit führende Lesen konzentrieren zu müssen.
Oder Sie machen es ganz klassisch und beschäftigen den Nachwuchs mit einfachen Spielen, die wir noch selber aus der eigenen Kindheit kennen: Autos nach Farben, Kennzeichen oder Marken zählen, Kühe zählen oder das altbekannte „Ich seh‘ ich seh‘ was du nicht siehst“-Spiel. Auch gemeinsam Lieder zu singen, kann die Langeweile eine Zeit lang verdrängen.
 

Erste Reiseschritte mit dem Baby

Wenn Sie mit einem Baby verreisen möchten, gilt zusätzlich eine Eingewöhnungsphase. Gehen Sie es langsam an und fahren Sie vorerst nur kurze Strecken. Sie können die Entfernung immer mehr ausweiten, wenn Sie sehen, dass Ihr Kind keine Probleme damit hat.
Für Babies gibt es zudem eigene Sitzschalen, die entgegen der Fahrtrichtung montiert werden müssen. Im Falle eines Aufpralls fällt das Gewicht in den Sicherheitsgurt, der die Schale festhält, und nicht in den fragilen Körper des kleinen Menschen. Vergewissern Sie sich jedoch immer, dass im Falle einer Montage auf dem Beifahrersitz auch der Beifahrer-Airbag ausgeschaltet sein muss.
 
Denken Sie daran, stets genügend Babynahrung mitzunehmen, da das Essen vor Ort nicht immer perfekt kindergerecht ist. Ein Lieblingskuscheltier erleichtert den Abschied vom gewohnten Zuhause und wenn der eigene Toilettensitz mit im Gepäck ist, fällt es dem Kind möglicherweise leichter, die fremde Toilette im Hotel oder in der Ferienwohnung anzunehmen.
 
Wenn wir schon beim Gepäck sind – packen Sie Kinderwagen, Essen und Getränke, Wechselgewand und Wickelsachen immer zuletzt ins Auto. Im Falle des Falles sind diese dann eher und schneller griffbereit.
 
Und nicht zuletzt: Nicht wissenschaftlich bewiesen aber oftmals erwähnt wird die Theorie, dass Motorengeräusche Kinder beruhigen. Vielleicht haben Sie ja Glück und Ihr Kind wacht erst dann wieder auf, wenn der Motor am Hotelparkplatz verstummt.
 
 
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