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Kloster Säben

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Gut 200m über Klausen im Eisacktal thront das Kloster Säben weithin sichtbar auf einem markanten Felsen. Malerisch umgeben von Weinbergen zählt Säben unbestreitbar zu den schönsten Klosteranlagen Südtirols.

Der Berg, auf dem Kloster Säben liegt, war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, auch eine römische Siedlung ist nachweisbar. Schon damals dürfte der Ort als Kultplatz gedient haben. Bereits in frühchristlicher Zeit stand hier jedenfalls eine Kirche, und ab dem 6. Jahrhundert residierte in Säben ein Bischof. Auf dieses Bistum Sabiona geht das heutige Titularbistum Sebena zurück. Um das Jahr 960 wurde der Bischofssitz dann nach Brixen verlegt; Säben blieb eine Wehrburg, war Verwaltungszentrum der südlichen Gebiete des Bistums Brixen und zeitweise Sitz des Richters von Klausen.

In den 1680er-Jahren wurde auf dem Berg ein Kloster errichtet, das von Nonnen des Salzburger Stiftes Nonnberg bezogen wurde. Seit 1687 ist Säben ein Benediktinerinnenkloster, 1699 wurde es zur Abtei erhoben. Die kontemplativen Benediktinerinnen leben in strenger Klausur und widmen sich v.a. dem Gebet und der häuslichen Arbeit. Da Säben ein beliebter Wallfahrtsort ist, betreuen sie auch Pilger und nehmen im Sommer Gäste im Gästehaus auf.

Säben ist von Klausen aus in einer einfachen und sehr lohnenden Wanderung zu erreichen. Der Weg beginnt in der Altstadt von Klausen, führt dann über etliche Stufen vorbei an der Burg Branzoll und teilt sich sodann in den Kreuzweg und in die Säbener Promenade. Für den Aufstieg bietet sich der steilere Kreuzweg an, während man die bequeme Promenade besser für den Abstieg wählen sollte. Während der Wanderung eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf Klausen und das Eisacktal, und besonders in der Farbenpracht des Herbstes ist der Weg durch die Weinberge ein Genuss. Nach etwa 45 Minuten erreicht man auch schon die ersten Klostergebäude. Vier Kirchen befinden sich auf dem Säbener Berg: Die Marienkapelle, die Liebfrauenkirche (mit Deckengemälden des Tiroler Barockmeisters Stephan Kessler), die Klosterkirche und die Heilig-Kreuz-Kirche am höchsten Punkt der Anlage. Gemeinsam mit dem Jubiläumsbrunnen sind sie die Attraktionen von Säben. Das Kloster selbst ist, da die Benediktinerinnen ja in Klausur leben, nicht zugänglich.

Die Wanderung zum Kloster Säben kann natürlich auch noch kulinarisch abgerundet werden. Speziell in der Kastaniensaison locken etliche Törggelestuben in den benachbarten Orten Feldthurns, Pardell oder Verdings zum gemütlichen Beisammensein. Eine typische Törggelen-Jause mit Speck, Kaminwurzen, Krapfen, Nüssen, Kastanien und Most oder jungem Wein bildet den stimmigen Abschluss einer schönen Wanderung.
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