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Lechtaler Alpen

  • Kaiserjochhaus in den Lechtaler Alpen
  • Der Lechweg
  • Winterstimmung im Lechtal
  • in den Lechtaler Alpen
  • Angler in der Lech

Eine Spur weniger touristisch erschlossen als die Allgäuer Alpen sind die Lechtaler Alpen – und damit noch eine Art Geheimtipp mit ursprünglicherem Charakter für Freunde ausgedehnter Bergtouren.

Die Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen befindet sich zu einem kleinen Teil in Vorarlberg, der überwiegende Hauptteil liegt allerdings unumstritten in Tirol.
 
In Form eines Kettengebirges erstreckt sich das Gebiet über einen eindrucksvollen Hauptkamm mit mehreren verzweigten Seitenkämmen, die der Landschaft einen abwechslungsreichen Anstrich verpassen – karge Schuttpassagen treffen hier auf blumengesäumte, grüne Wiesen.

Ein einsamer Dreitausender

Aus den mehr als 600 Gipfeln der Lechtaler Alpen sticht einer besonders hervor – jener der Parseierspitze oberhalb von Landeck – mit 3.036 Metern die höchste Erhebung der Lechtaler Alpen und zudem der einzige Dreitausender der Nördlichen Kalkalpen.
Wer ihn erobern möchte, startet am besten von der Augsburger Hütte, wo es zunächst über einen Teil des Augsburger Höhenwegs durch die Gasillschlucht geht. Anschließend gelangen Sie über ein Kar in die Südwand des Berges, wo Sie sich weiter bis zum Gipfel hinauf kämpfen. Die Südwand-Route ist zwar markiert, jedoch beinahe vollständig eine Kletterpartie mit teilweiser Steinschlaggefahr. Gehzeit ab der Hütte: 3 Stunden.
 
Der erwähnte Augsburger Höhenweg ist ein hochalpiner Wanderweg, der die Augsburger Hütte mit der Ansbacher Hütte verbindet. Er reicht in Höhen von fast 3.000 Metern und ist dementsprechend anspruchsvoll. Rechnen Sie mit einer Gesamtgehzeit von 8-10 Stunden.
 
Leichter lässt sich da schon der Gatschkopf erobern, der mit seinen 2.945 Metern immer noch als vierthöchster Berg der Region gilt. Mehrere Steiganlagen erleichtern Ihnen den Aufstieg. Los geht es einmal mehr bei der Augsburger Hütte, weiter durch die Gasillschlucht, über die Patrolscharte und schließlich entlang des Westrückens zum Gipfel.

Bewanderte Vielfalt

Dass Tourengeher hier die Qual der Wahl haben, beweisen etliche weitere Wanderwege, wie der Europäische Fernwanderweg E5, der auch seine Etappe durch die Lechtaler Alpen zieht. Den Allgäuer Alpen entspringend, erreicht er bei Holzgau das Lechtal und durchstreift die Stationen Madau, Memminger Hütte, Seescharte, Zammerloch, Zams und Landeck.
 
Dazu gesellt sich der Lechtaler Höhenweg entlang des Hauptkamms der Lechtaler Alpen. Für die ungefähr 100 Kilometer werden Sie zwischen 10 und 15 Tage benötigen. 13 Alpenvereinshütten bieten Ihnen auf Ihrem Weg Unterkunft und Verpflegung. Als besonderes Naturschauspiel erfreut der grünlich-blau schimmernde Steinsee das Wanderer-Herz. Nehmen Sie diesen Höhenweg allerdings nur in Angriff, wenn Sie über Bergerfahrung, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit verfügen.
 
Und nicht zuletzt zieht auch hier die Via Alpina (insgesamt 5.000 Kilometer von Triest nach Monaco) ihren Weg durch die gebirgige Landschaft.
 
Aufgrund der steilen Hänge und der besonders felsigen Kulisse sind Skigebiete in den Lechtaler Alpen eher Mangelware – natürlich mit Ausnahme des Gebiets um den Arlberg im westlichen Teil mit den beliebten Wintersportorten St. Anton und Zürs.

Natürliche Urtümlichkeit

Nicht verzichten müssen Sie auf Naturschutzgebiete. Die gibt es im Tiroler Teil zur Genüge. Etwa das Naturschutzgebiet Ehrwalder Becken – eine magisch erscheinende Moorlandschaft mit einem reichen Vorkommen an unterschiedlichen Schmetterlings- und Vogelarten, Schwertlilien-Sorten und Orchideen-Gewächsen. Oder auch der Naturpark Tiroler Lech zwischen den Lechtaler und den Allgäuer Alpen, durch den sich der Lech als urtümlicher Wildfluss windet, begleitet von eindrucksvollen Auwäldern und Grünland-Abschnitten.
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