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Gleirschklamm

  • Gleirschklamm

Mit der Bekanntheit anderer Klammen kann die Gleirschklamm im Karwendelgebirge nicht ganz mithalten.

Was aber nicht bedeutet, dass sie weniger zu bieten hätte. Nein, ganz im Gegenteil – wer wilde Wasserkaskaden und Respekt einflößende Felsschluchten schätzt, wird hier einen Ort vorfinden, der einen mit seiner archaischen Ursprünglichkeit um den Finger wickelt. Ein Naturjuwel als Herausforderung für erfahrene Klamm-Entdecker.

Kinderleicht ist anders

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Trittsicherheit, Erfahrung, festes Schuhwerk und Abenteuerlust sind die Grundvoraussetzungen, um die Gleirschklamm zu bezwingen. Kinder – oder eher vielmehr deren Eltern – werden hier weniger glücklich werden. Schmale Stege, teils unbefestigt und stellenweise ziemlich rutschig, wenn man nicht die richtigen Schuhe trägt – nicht die optimalen Voraussetzungen für eine entspannte Familienwanderung. Konzentration ist hier bei jedem Schritt gefordert, und mit der Zeit werden Sie auch ein Gefühl dafür bekommen, wie hart die Arbeit der Holztrifter gewesen sein muss, die hier früher die Baumstämme durch die Wassermassen führen mussten.
 
Starten Sie die Rundwanderung am besten von Scharnitz aus, wo Sie ihr Fahrzeug auf den Karwendelparkplätzen abstellen können. Anfangs folgen Sie für ein kleines Stück dem weiteren Straßenverlauf, ehe Sie zum Isarsteig abbiegen und die Isar über die Brücke passieren. Anschließend folgen Sie dem Verlauf des Baches Richtung Scharnitzer Alm. Sie gelangen schließlich auf den geschotterten Nederweg, der Sie zum Beginn der Gleirschklamm führt. Hier animiert ein Rastplatz zum Verweilen und die Jause aus dem Rucksack zu kramen. Außerdem besteht hier die Möglichkeit, Abkühlung im erfrischend kühlen Bachbett zu finden.
 

Das Abenteuer nimmt immer mehr Form an

Nun wird es etwas anspruchsvoller, denn der folgende (schwarz gekennzeichnete!) Weg kann teilweise recht schmal werden und erfordert ob seiner stückweisen Aussetzer, der kleinen Brücken und der kiesbedeckten Steige durch die Klamm höhere Trittsicherheit. Nachdem Sie eine mit einem Drahtseil gesicherte Passage hinter sich gebracht haben und durch eine Felsöffnung geschlüpft sind, wird die Schlucht endlich etwas weiter.

Urzeitflair und seltene Lebewesen der Gegenwart

Der besondere Kalkstein, der hier die abenteuerlichen Felsformationen bildet, ist relativ empfindlich und wird auch heute noch immer tiefer vom Wasser ausgehöhlt. Aufgrund der geologischen Beschaffenheit, kann man hier besonders gut die einzelnen Gesteinsschichten der verschiedenen Erdzeitalter erkennen. Auch versteinerte Muscheln aus Zeiten der Dinosaurier finden sich im Bachbett der Gleirsch. In der Gegend lassen sich aber nicht nur Schätze einer weit zurückliegenden Vergangenheit entdecken, sondern auch seltene Pflanzen- und Tierarten, die es geschafft haben, mit den vorherrschenden widrigen Umständen klar zu kommen. Dazu zählen zahlreiche Orchideenarten, die Armleuchteralgen, der lebendgebärende Alpensalamander und die Wasseramsel, die als geschickter Taucher eine halbe Minute unter Wasser jagen kann.

Eine Einkehr im Reich des Graukäses

Anschließend an die Klamm-Passage zweigt ein Hochwaldweg ab, dem Sie auch folgen und die Klamm verlassen. Es geht nun ins Hintere Gleirschtal und schon bald haben Sie die Wahl zwischen drei verschiedenen Einkehrmöglichkeiten – der Amtssäge, der Möslalm (10 Minuten weiter) oder der Kristenalm (Abzweigung bei der Amtssäge). Die Möslalm ist bekannt für ihren Graukäse, verfügt außerdem über mehrere Übernachtungsmöglichkeiten und einen Mini-Streichelzoo. Die angrenzende Kapelle steht unter Denkmalschutz.
 
Nach verdienter Sättigung und neuen Tierbekanntschaften gelangen Sie über die Gleirschtalstraße oder den Hochwaldweg wieder an den Ausgangspunkt in Scharnitz zurück. Rechnen Sie in etwa zwischen 4 und 5 Stunden für die Rundwanderung ein. Liefern Sie sich aber auf keinen Fall ein Rennen mit der Zeit – besser mit sicheren Schritten unterwegs sein, als einen ungewollten Ausflug in die Tiefe zu machen.
Für die Klamm wird kein Eintritt verlangt. Naturgemäß ist sie in den Wintermonaten geschlossen. Und das ist auch gut so, denn ihre prächtigste Schönheit kann sie nun einmal am besten in den wärmeren Jahreszeiten präsentieren.

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