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Die Rosengartenschlucht bei Imst

Nur wenige Minuten vom Zentrum von Imst entfernt befindet sich die faszinierende Rosengartenschlucht – nebenbei auch eines der wertvollsten Biotope Tirols.

Rosengartenschlucht
Rosengartenschlucht - (c) Rudi Wyhlidal - TVB Imst
Rosengartenschlucht
Rosengartenschlucht - (c) Rudi Wyhlidal - TVB Imst
Rosengartenschlucht
Rosengartenschlucht - (c) Rudi Wyhlidal - TVB Imst
Rosengartenschlucht
Rosengartenschlucht - Rudi Wyhlidal - TVB Imst
Rosengartenschlucht
Rosengartenschlucht - (c) Rudi Wyhlidal - TVB Imst
Rosengartenschlucht
Rosengartenschlucht - Foto: Archiv Imst Tourismus
in der Rosengartenschlucht
in der Rosengartenschlucht - Foto: Archiv Imst Tourismus

Interessant ist ja schon der Weg von der Johanneskirche im Stadtzentrum zur Schlucht, denn die Häuser entlang des Rosengartlweges sind teilweise in den Fels des Berges hinein gebaut. Der Eingang zum geschützten Teil der Schlucht befindet sich beim Schinderloch. Auf einer Länge von rund 1,5 km hat sich hier der Schinderbach tief in den Bergrücken eingegraben und so mehrere Millionen Jahre Erdgeschichte nicht nur für Geologen sichtbar gemacht.

Der Schönheit der Rosengartenschlucht kann man sich nicht entziehen: Nicht allein die geologischen Besonderheiten sind faszinierend, auch der Reichtum an Pflanzen, Tieren und Steinen ist erstaunlich. Durch das besondere, feucht-kühle Klima in der Schlucht gedeihen hier alpine Blumen, wie etwa die Alpenrose, weit unterhalb ihres eigentlichen Lebensraumes. Auch viele seltene Tiere, Mauerläufer und Gebirgsstelzen etwa oder zahlreiche Spinnenarten, kann man in der Schlucht entdecken.

Der abwechslungsreiche Weg führt am wild dahin brausenden Bach entlang über Stiegen, Stufen, Stege, Brücken und durch kurze Tunnels bis zur Blauen Grotte. Ihren Namen verdankt sie dem faszinierenden Farbenspiel, das Licht und Wasser auf den Fels zaubern. Die Grotte mit ihren beiden Wasserfällen ist jedoch keines natürlichen Ursprungs, sondern durch den Silberbergbau entstanden. Bereits zur Römerzeit wurde hier nach Silber geschürft, und vermutlich arbeitete man bald mit der sogenannten Feuersetzmethode. Dabei wird das Gestein durch Erhitzen spröde gemacht, so dass es leichter abgebaut werden kann. Dieser speziellen Technik verdankt die Blaue Grotte ihre Gestalt. Auch mehrere Stolleneingänge sind noch sichtbar.

Der Alpine Coaster wartet am Ende der Schlucht

Der Schluchtweg endet in Hoch Imst. Hier kann man eine Fahrt mit dem spektakulären Alpine Coaster, der längsten Alpen-Achterbahn der Welt, anschließen. Der Rückweg ins Tal führt übers Wetterkreuz, von wo man einen herrlichen Ausblick über Imst genießt. Danach kommt man zur Laurentiuskirche, der ältesten Kirche in Imst. Die archäologischen Befunde reichen bis ins 5. Jahrhundert zurück. Über den Kalvarienberg gelangt man schließlich wieder zum Ausgangspunkt bei der Johanneskirche.

Die Rosengartenschlucht ist von Mai bis Oktober frei zugänglich. Hoch interessant sind die geologischen Führungen, die in den Sommermonaten gegen Voranmeldung angeboten werden.

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