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Die Latschenkiefer im Sarntal

  • Die Latschenkiefer im Sarntal

Im Sarntal lebt man seit jeher in enger Verbindung und im Einklang mit der Natur. Die Abgeschiedenheit des Tales, das über Jahrhunderte v.a. während der Wintermonate nur sehr schwer zugänglich war, machte es notwendig, sich den Spielregeln anzupassen, welche die Natur vorgibt, und gleichzeitig die Gaben zu nützen, die sie dem Menschen bietet.

Der Abgeschiedenheit des Sarntales ist es auch zu verdanken, dass sich hier ein reicher Schatz an Traditionen und altem Wissen um Nutzen und Wirksamkeit von Pflanzen erhalten hat, der anderswo im Strom der modernen Zeiten längst verloren gegangen ist.
Eine Pflanze, die im Sarntal ganz wunderbar gedeiht und sich durch ein überaus vielfältiges Spektrum an positiven Eigenschaften und Heilkräften auszeichnet, ist die Latschenkiefer.

Sie wächst in den Gebirgsregionen an der Baumgrenze und verströmt einen ganz charakteristischen, harzigen und eukalyptusartigen Duft, den wir aus diversen Kosmetikprodukten wie Badezusätzen oder Sauna- und Massageölen kennen. Im Volksmund wird sie bezeichnenderweise auch gerne "Bergsegen" genannt, und sie gehört zu den ältesten medizinisch genutzten Pflanzen. Schon die Kelten wussten, dass das aus der Kiefer gewonnene Öl belebend wirkt, gegen vielerlei Leiden hilft und Kraft spendet, und auch den Sarntaler Bauern galt die Latschenkiefer als „Allheilmittel“.

Mittlerweile sind die Heilwirkungen der Latschenkiefer gründlich erforscht und wissenschaftlich anerkannt: Die Latschenkiefer wirkt v.a. schleim- und krampflösend, außerdem ist das Latschenkieferöl nachgewiesenermaßen antibakteriell, regt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung der Haut. Anwendungsgebiete sind demnach alle Arten von Atemwegserkrankungen, Muskelverspannungen und –verhärtungen und die Hautpflege. Auch bei rheumatischen Erkrankungen kann es unterstützend eingesetzt werden. Als Duft- und Aromaöl hat die Latschenkiefer eine äußerst wohltuende und belebende Wirkung. Sogar in der Gourmetküche hat die Latschenkiefer Einzug gehalten und wird beispielsweise für Pesto verwendet.

Das Öl der Latschenkiefer wird in der Brennerei mittels Wasserdampfdestillation aus den Nadeln gewonnen. Für 1 Liter reines, ätherisches Öl benötigt man etwa 200 – 300 kg Nadeln. Latschenkieferöl ist ein reines, hochwertiges Naturprodukt! ImSarntal, aber auch z.B. im Pustertal gibt es mehrere Brennereien, die das Öl und eine große Palette an Pflegeprodukten erzeugen. Das Angebot reicht vom Duschgel über Sport- und Fußcremes bis zum Körperöl. Die Sarntal Wellnesshotels bieten ihren Gästen selbstverständlich eine Reihe von Wellnessbehandlungen mit Latschenkieferprodukten an.

Bäuerin Gretl Ein Tipp von der Landwirtin Gretl, die mit Ihrer Familie einen Hof in Tirol bewirtschaftet.
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