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ArcheoParc im Schnalstal

  • Ötzi

Es war am 19. September 1991, als am äußersten Ende des Schnalstales in der Nähe des Hauslabjoches im Gletschereis die Mumie eines Mannes entdeckt wurde. Die Fundstelle in 3.210m Höhe liegt knapp an der Grenze zu Österreich und nicht weit vom Skigebiet am Schnalstaler Gletscher.

Wie sich herausstellte, war diese Mumie sagenhafte 5.300 Jahre alt und stammte somit aus der späten Jungsteinzeit. Der „Ötzi“, wie er bald genannt wurde, war ein Sensationsfund, da er in Mitteleuropa die einzige erhaltene und auf natürlichem Wege konservierte Leiche aus der Zeit um 3.400 v. Chr. ist. Noch dazu ist der Ötzi – ein ca.40 Jahre alter und 1,58m großer Mann – nahezu unversehrt, auch Kleidung und Ausrüstung (u.a. eine Tasche, ein Kupferbeil und Pfeil und Bogen) sind bestens erhalten. Heute kann der Ötzi im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen bewundert werden, wo ihm eine umfangreiche Ausstellung gewidmet ist.

Im Schnalstal, dem Tor zur Ötzi-Fundstelle, wurde 2001 der ArcheoParc eröffnet, Südtirols erstes archäologisches Aktivmuseum mit einem einzigartigen, 4.000m² großen Freigelände. Hautnah und unmittelbar kann man hier die Lebensweise und den Lebensraum des Mannes aus dem Eis kennen lernen. In der Dauerausstellung erwarten die Besucher auf drei Ebenen originalgetreue Rekonstruktionen der Bekleidung und der Ausrüstungsgegenstände, Bilder, erläuternde Texttafeln, Filme und eine 3-D-Multivisionsshow.

Im Freigelände wurde ein kupferzeitliches Dorf detailgetreu und 1:1 nachgebaut. Genau so könnten die Behausungen Ötzis und seiner Zeitgenossen ausgesehen haben. Aber der ArcheoParc ist nicht bloß eine sterile Rekonstruktion, nein, hier wird wie in der Jungsteinzeit gelebt! Im Garten und auf dem Acker wird angebaut und geerntet, was zu Ötzis Zeiten auf den Tisch gekommen ist: Linsen, Bohnen, Erbsen, Gerste, Emmer, Einkorn und Mohn. Auch Flachs wird angebaut, gesponnen und zu Kleidung verarbeitet. Ötzis Werkzeuge und Waffen werden nachgebaut und für die tägliche Arbeit verwendet. Unversehens befindet sich der Besucher hier mitten in einer längst verschwundenen, faszinierenden Welt. Dabei sind alle – egal, ob Jung oder Alt – eingeladen, auch selbst aktiv zu werden und Brot zu backen, zu töpfern, mit Pfeil und Bogen zu schießen oder Leder zu verarbeiten. Das Aktivitätenprogramm ist im Eintrittspreis inkludiert und wechselt täglich.

Der ArcheoParc ist von April bis November ganztägig geöffnet. Infos über die genauen Öffnungszeiten und die zahlreichen Sonderausstellungen, Veranstaltungen und Angebote finden Sie auf der Homepage des ArcheoParcs www.archeoparc.it.

Adresse: Unsere Frau 163, 39020 Schnals, Tel. 0473/676020
Öffnungszeiten: 1. April – 2. Nov. Di – So 10–18 Mitte Juli – Ende August täglich 10–18

www.archeoparc.it
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