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[ 16.02.2012 ]

Egetmann Kinderumzug

21.2.2012 - Der Egetmann-Umzug in Südtiroler Weinort Tramin zählt zu den ältesten und gleichzeitig rätselhaftesten Faschingbräuchen im Alpenraum.

Auch, weshalb er nur in ungeraden Jahren stattfindet, weiß niemand so recht zu begründen. In den geraden Jahren gibt es allerdings ein ganz besonderes Ersatz-Programm, den Egetmann-Kinderumzug! Wer also nicht bis zum nächsten Jahr warten mag, der kann sich heuer die detailgetreue „Miniaturversion“ dieses erstaunlichen Brauches ansehen.

Der Egetmann-Kinderumzug wird ganz genau nach dem Vorbild der „Großen“ abgehalten, alle wichtigen Figuren und Festwägen sind auch hier vorhanden. Aber die Darsteller sind allesamt Kinder, und auch sonst ist alles fest in Kinderhänden – nur die Traktoren, welche die Wägen ziehen, werden von Erwachsenen gesteuert. Faszinierend ist, mit wieviel Spaß und Eifer, aber auch mit welcher Ernsthaftigkeit die Kinder bei der Sache sind und in ihren Rollen aufgehen. Hier ist das alte Brauchtum wirklich noch lebendig und wird von der nächsten Generation weitergetragen.

Hauptfigur des Umzugs ist – bei Kindern wie bei Erwachsenen – der Egetmannhansl, jene Puppe in Frack und Zylinder, die einen wohlhabenden Mann darstellt, der sich anschickt zu heiraten. Er fährt mit seinem Diener in der Kutsche durch die Gassen Tramins, die Braut sitzt vorne beim Kutscher am Bock. Auch die anderen Figuren dürfen nicht fehlen, die Bauern und die Ratsherren, die Bären und die Zigeuner, die Burgl und der Burgltreiber und noch viele andere mehr. Die meisten Figuren des Umzuges sind übrigens nur geschminkt, was bei alpenländischen Fasnachtsbräuchen durchaus ungewöhnlich ist. Nur der Wilde Mann und der weiße und der grüne Bär tragen Masken. Und natürlich die Schnappvieher, überlebensgroße Figuren mit Drachenkopf, die beim Kinderumzug allerdings nur in der kleineren Variante, den sogenannten Wudelen, auftreten.

Welche Bedeutung dem ganzen Szenario dieses Umzugs zugrunde liegt, ist heute ein Rätsel. Vermutlich geht dieser Brauch wie so viele andere ebenfalls auf alte Fruchtbarkeitsriten zurück, auch der Name Egetmann dürfte sich von der Egge herleiten. Im Egetmann-Umzug, wie er heute abläuft, ist allerdings von einem Fruchtbarkeitskult nichts mehr zu merken, er ist vielmehr Bühne für ausgelassenes und fröhliches Faschingstreiben, und dies bei den Kindern natürlich noch stärker als bei den Erwachsenen. Und selbstverständlich ist auch beim Egetmann-Kinderumzug bestens für das leibliche Wohl aller, Darsteller wie Zuschauer, gesorgt!

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