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[ 14.03.2010 ]

Fürstliche Hochzeit Schloss Ambras Tirol

Die Osterausstellung auf Schloss Ambras widmet sich heuer einer der grüßten Fürstenhochzeiten der Renaissance: der Hochzeit Erzherzog Ferdinands II. von Tirol mit Anna Catarina Gonzaga im Jahr 1582.

Ganz den Idealen der Zeit entsprechend war diese Hochzeit als pompöses und spektakuläres Gesamtkunstwerk aus Architektur, Skulptur, Malerei, Musik, Tanz, Turnier und Feuerwerk konzipiert. Hochzeitspaar und Festteilnehmer traten dabei als mythologische oder allegorische Figuren auf, als Götter und Helden aus der antiken Sagenwelt. Auf diese Weise unterstrich der Herrscher seinen angeblich gottgegebenen Machtanspruch und die Überlegenheit der Dynastie. Gleichzeitig stellte ihn die idealisierte und tugendhafte Rolle als leuchtendes Vorbild dar. Nicht zuletzt war diese Hochzeitsfeier aber auch einfach ein buntes und aufwändiges Spektakel, um das Volk und die ganze Welt zu beeindrucken. Die Ausstellung veranschaulicht anhand seltener Objekte aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museums Wien die Festkultur der Habsburger und die Inszenierung dieser Hochzeit. Zentrales Objekt der Ausstellung ist der erst kürzlich restaurierte Festkodex, der das Fest in über achtzig aufwändig kolorierten Kupferstichen dokumentiert. Die kostbaren Blätter zeigen wie ein Bilderroman den gesamten Ablauf der Feierlichkeiten und vermitteln einen sehr detaillierten Eindruck, wie in der Renaissance gefeiert wurde

Erzherzog Ferdinand II. von Tirol (1529-1595) war auch einer der wichtigsten Bauherren auf Schloss Ambras und außerdem ein großer Sammler und Förderer von Kunst und Wissenschaft. Er begründete die schon zu seinen Lebzeiten berühmte Ambraser Sammlung und schuf dafür auch auf Ambras eine eigene Museumsanlage. Diese „Kunst- und Wunderkammer“ ist auch heute noch im Schloss zu bewundern. Auch die Rüstkammer ist sehenswert, sie beherbergt kostbarste Waffen und Rüstungen. Ebenfalls auf Schloss Ambras befindet sich die Porträtgalerie der Habsburger mit Gemälden von Lukas Cranach, Tizian, van Dyck und Velázquez.

Anna Catarina Gonzaga war übrigens Ferdinands zweite Ehefrau. In erster Ehe war er mit Philippine Welser aus der reichen Augsburger Kaufmannsfamilie der Welser verheiratet gewesen. Diese Ehe galt allerdings als nicht standesgemäß und wurde deshalb die längste Zeit verheimlicht, auch waren die Kinder daraus nicht erbberechtigt. Noch zu Lebzeiten seiner ersten Gattin hatte Ferdinand um die Hand Anna Catarinas anhalten lassen, die wiederum als Tochter von Herzog Wilhelm von Mantua und von Ferdinands Schwester Eleonore seine eigene Nichte war.

Fürstliche Hochzeit
Ausstellung auf Schloss Ambras von 26.März bis 31.Mai 2010

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