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Historische Erkundungen im Südtirol-Urlaub: Unterwegs im Steinachviertel

  • Dorf Tirol bei Meran, Südtirol

Das Steinachviertel in Meran besteht bereits seit dem 12. Jahrhundert und auch heute noch geben die Häuser und Gassen Einblick in die interessante Geschichte dieses Stadtteils.

Gleich hinter der Pfarrkirche, die aus dem Jahr 1465 stammt, beginnen zwei sehr wichtige Straßen des Steinachviertels. Die obere Gasse oder auch Passeierer Gasse führt die Besucher an alten Gebäuden vorbei, wobei vor allem der untere Teil auf Grund des Ost-West-Clubs bekannt ist, wo sich Denker und Künstler treffen. Am Ende der Passeierer Gasse liegt die Santer Klause, ein Gebäude mit rot-weißen Fensterläden und gotischen Fenstern. Hier tagte einst das Meraner Gericht und auch die Wirtschaft musste floriert haben, sind doch unter den Verputzschichten der Häuser zahlreiche Geschäftsbezeichnungen erkennbar. Äußerst gut erhalten ist das Passeirer Tor, das im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Am Tor wohnte in früheren Zeiten der Henker, gleich daneben war das Bordell zu finden, dem der Henker vorstand. Neben dem Vinschger und dem Bozner Tor ist das Passeirer Tor das dritte der Stadttore, die noch aus dem Mittelalter erhalten geblieben sind. Noch bis 1960 kam der gesamte Verkehr aus dem Passeirertal durch das Tor in die Stadt, was heute kaum mehr vorstellbar ist. Bei Aushubarbeiten wurde im ehemaligen Frauenhaus auch eine alte Färberei entdeckt, die auf den Werken von Friedrich Wasmann auch noch zu sehen ist. Wasmann war ein Künstler aus Hamburg, lebte und arbeitete aber auch in Meran.
 

Interessante Mixtur

Sehr interessant ist aber auch die untere Gasse oder Hallergasse, wo man eine interessante Mischung aus alten und modernen Gebäuden vorfindet. Einige Gassen, die in Richtung Passer führen, verfügen außerdem noch über einen Boden aus alten Passersteinen sowie den so genannten „Ritschen“, Steinquader, welche im Zentrum der Gassen verlegt wurden und die Steinach bedecken. Dieser kleine Bach ist auch verantwortlich für den Namen des Viertels. In der Hallergasse war ab 1861 auch das erste evangelische Bethaus von Tirol zu finden. Das Gebäude ist heute nicht mehr vorhanden, aber eine Gedenktafel erinnert noch daran. Da im Steinachviertel auch immer wieder neue Künstlerwerkstätten entstehen, wird es sehr häufig auch als Künstlerviertel bezeichnet. Heute sind in den Gassen beispielsweise der Drucker Friedrich Höllrigl, die Restauratorin Gabriele Bertagnoli, der Künstler Jakob de Chirico oder der Aktionskünstler Mathias Schönweger tätig. Alle ansässigen Künstler gehören auch einem Verein an, der bestrebt ist, das geschichtsträchtige Steinachviertel zu erhalten. Wer also in Meran seinen Urlaub verbringt, sollte dem Viertel unbedingt einen Besuch abstatten, um sich von seinem ganz besonderen Flair inspirieren zu lassen.
 

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