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[ 15.12.2011 ]

Der Blattlstock Weihnachtlicher Turmbau in Osttirol

So sehr das Weihnachtsfest zu einem völkerverbindenden Ereignis sogar über Konfessionsgrenzen hinweg geworden ist, so unterschiedlich sind die Gepflogenheiten und Traditionen rund um dieses Fest.

Besonders die kulinarischen Bräuche in den einzelnen Ländern und Regionen dieser Erde sind sehr speziell und weisen ganz charakteristische Eigenheiten auf. Je nach den vorhandenen lokalen Gegebenheiten haben sich typische Festtagsmenüs und –gerichte entwickelt, die meist auch einiges über die Kultur- und Sozialgeschichte des Landes verraten.

Was allerdings alle Weltgegenden eint, ist die Tatsache, dass zu Weihnachten – dem Ende der vierwöchigen Fastenzeit des Advents – gerne reichlich, ja oft üppig getafelt wird. Bei solch einem Schmaus wird schon mal aufgetragen, dass sich die festlich gedeckten Tische biegen. Auch Süßes ist beim Festmenü immer dabei, denn es ja noch gar nicht so lange her, dass Zucker ein teurer Luxusartikel und somit die Krönung eines Mahles war. Derlei Überfluss hat freilich System, hat doch dieses Festmahl immer „vorbildlichen“ Charakter: So reich und ohne Mangel wie dieser Tag soll auch das ganze kommende Jahr werden!

In Osttirol gibt es eine ganz besondere Tradition zur Weihnachtszeit: Hier baut man süße Türme zum festlichen Mahl! „Blattlstock“ nennt sich diese Spezialität, die im Defereggental und anderswo am Weihnachtstag oder auch zu Silvester serviert wird. Ein echter Blattlstock besteht aus mehreren, in Schmalz herausgebackenen, tellergroßen Germteigfladen, die übereinander gestapelt werden. Zwischen diese Fladen kommt eine Fülle aus Mohn, gekochten und faschierten Dörrbirnen, Zucker oder Honig und flüssiger Butter.

Auch Rum oder Obstler kommt gelegentlich dazu, um den Geschmack abzurunden. Die oberste Schicht wird nochmals mit viel flüssiger Butter übergossen, so dass diese über die Ränder hinabrinnt und dabei in dicken Tropfen erstarrt. In alten Kochbüchern und Überlieferungen ist von bis zu zwanzig „Etagen“ ist die Rede, aus denen ein Blattlstock besteht, ein wahrlich gewaltiger Turm! Doch im Gegensatz zum Turmbau zu Babel besteht hierbei keinerlei Einsturzgefahr.

Heute geht man – im Sinne einer bewussteren Ernährung – meist etwas sparsamer mit der Butter um, auch werden die Germteigfladen oft nicht mehr im Schmalz, sondern im Backrohr herausgebacken. So wird dieses deftige Gericht bekömmlicher und leichter verdaulich und kann unbeschwert genossen werden. Der Blattlstock – ein Stück „gute alte Zeit“ am Festtagstisch!

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