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[ 26.04.2011 ]

Radieschenfest Hall in Tirol

30.4.2011 - Tirol ist als Ski- und Wanderparadies in aller Welt berühmt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass Tirol auch zu den wichtigsten Gemüseanbaugebieten Österreichs zählt.

Speziell die Region Hall mit den beiden Orten Thaur und Absam gilt als „größter Gemüsegarten“ Österreichs. Die unterschiedlichsten Gemüsesorten werden hier angebaut, den Löwenanteil machen die Radieschen aus. 60 % aller in Österreich geernteten Radieschen stammen aus der „Genussregion Nordtiroler Gemüse“! Wenn im Frühling endlich die ersten Freilandradieschen auf den Markt kommen, wird das traditionellerweise in Hall in Tirol, dem Hauptort der Region, mit dem großen Radieschenfest gefeiert. Jeweils am letzten Samstag im April findet dieses fröhliche „Gemüse-Event“ zum Saisonauftakt statt. Dabei kann man sich ohne weiteres einem wahren „Radieschenrasch“ hingeben, denn hier dreht sich natürlich alles um die dekorative rote Wurzelknolle. Eröffnet wird das Radieschenfest von den Bürgermeistern von Hall und von Thaur gemeinsam und in Anwesenheit der Radieschenprinzessin. Dabei wird – dem Volksfestcharakter entsprechend – auch ein Bierfass angestochen und Freibier ausgeschenkt. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgen die österreichischen Diätköche u.a. mit ihrer legendären Radieschensuppe sowie der Thaurer Bauernladen mit kräftigen Schmankerln. Zum festlichen Angebot gehören auch der Haller Bauernmarkt und die Stände der Tiroler Genussregion. Für Musik und gute Unterhaltung sorgen die Musikkapelle Thaur, die Thaurer Kinderschuhplattler und die Thaurer Tanzlmusik. Zwei Gründe gibt es, weshalb sich das Radieschen bei uns seit dem 16. Jahrhundert so großer Beliebtheit erfreut. Zum einen liegt es natürlich am appetitlichen Aussehen und am frischen, leicht scharfen Geschmack, der z.B. ganz ausgezeichnet zur kalten Jause passt. Zum anderen ist das Radieschen auch ganz leicht anzubauen, wie schon sein wissenschaftlicher Name „raphanus sativus“ verrät: Dieser kommt nämlich aus dem Griechischen und bedeutet „das leicht wachsende“. Die kleine Schwester des Rettichs ist auch tatsächlich völlig anspruchslos, was Boden und Klima angeht. Sie gedeiht fast überall prächtig und rasch. Spätestens sechs Wochen nach Aussaat kann sie bereits geerntet werden, deshalb ist das Radieschen auch eines der ersten Frühlingsgemüse am Markt.

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