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Aigner Badl in Abfaltersbach

Das Aigner Badl in Abfaltersbach am südlichen Drauufer ist ein originales Tiroler Bauernbad, das mindestens seit 1772 in Betrieb ist.

Abfaltersbach in Osttirol
Abfaltersbach in Osttirol - Photo: Wikipedia-User: Simfunkel - GFDL

Im 18. Jahrhundert entdeckt man die wohltuende oder gar heilkräftige Wirkung des Wassers aus Mineralquellen, und bald kommen Kur- und Heilbäder beim Adel sehr in Mode. Die zum Großteil heute noch bestehenden Kurorte entstehen und werden von der „feinen Gesellschaft“, dem Adel und dem Großbürgertum, besucht. Für den Großteil der Bevölkerung, das einfache Bürgertum oder die Bauern, sind diese noblen Kurorte unerreichbar. Einerseits verhindern die bestehenden Standesunterschiede den Zugang, andererseits sind es die unerschwinglich hohen Kosten für Anreise und Quartier, die einen Kur- oder Badeaufenthalt unmöglich machen.

Als Reaktion entstehen die so genannten Bauernbäder u.a. in Tirol und Kärnten. Sie werden nicht vom Adel besucht, sondern von der einheimischen Bevölkerung der näheren Umgebung. Für Badegäste, die von weiter her anreisen, gibt es auch einfache Übernachtungsmöglichkeiten, das Bettzeug wird meist selbst mitgebracht. Auch die Verpflegung nimmt man selbst mit, um die Kosten gering zu halten. Die „Kursaisonen“ richten sich nach dem bäuerlichen Arbeitsrhythmus, „Hauptsaison“ ist im Frühsommer und im Herbst nach der Ernte.

Es liegt in einem beschaulichen Wäldchen nahe der Drau nur rund 100 m vom Drau-Radweg und verfügt über eine eigene Mineralquelle. Das holzschindelgedeckte Haus wurde in den 1990er-Jahren vor dem Verfall gerettet und behutsam renoviert und steht nun unter Denkmalschutz. Der Badebetrieb ist nach wie vor aufrecht, außerdem kann man in dem neu angelegten Kneipp-Pfad unterhalb des Badehauses auch kneippen. Die Jausenstation ist v.a. bei Radfahrern ein beliebter Treffpunkt.

Das Wasser der Mineralquelle wurde vom Institut für Physiologie und Balneologie der Universität Innsbruck offiziell als Heilwasser eingestuft. Wie in der „guten alten Zeit“ badet man hier in Wannen aus Lärchenholz und mit Deckel. Die Bäder mit dem Kalziumsulfat-Mineral-Heilwasser sind bei Gelenksschmerzen, Rheuma oder Gicht ausgesprochen wohltuend und wirksam. Auch bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte ist die heilende Wirkung gegeben, weshalb das Aigner Badl früher auch den wenig schmeichelhaften Name „Krätzenbad“ hatte. Geöffnet ist das Aigner Badl täglich von Ende Mai bis Ende September. Es ist ein historisches Kleinod, das man unbedingt besuchen und am besten auch selbst ausprobieren sollte.

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